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AsMA-Tagung 2016 – Deutschland hat sich gut in Atlantic City präsentiert

asma-dglrmVom 22. bis zum 28. April 2016 hieß es in Atlantic City, New Jersey „Welcome to the 87th AsMA annual meeting“. Insgesamt haben mehr als 1500 Teilnehmer aus 57 Nationen daran teilgenommen und ihr Wissen ausgetauscht.

asma 2016 Bild2 klDie DGLRM konnte sich in diesem Jahr erneut mit zwei Sitzungen, einer englischsprachigen und einer deutschsprachigen, in die Tagung einbringen. Die Organisation ist, wie bereits im vergangenen Jahr, von Prof. Dr. Jochen Hinkelbein übernommen worden. Dafür, aber auch für das Engagement all derjenigen Kolleginnen und Kollegen, die sich aktiv an der Gestaltung dieser Sitzungen beteiligt haben, bedanke ich mich ganz herzlich. Neben diesen beiden Sitzungen gab es aber noch eine Vielzahl anderer Beiträge deutscher Teilnehmer, die dazu beigetragen haben das Tagungsprogramm zu bereichern.

Englischsprachiges Panel der AsMA

Thema der englischsprachigen Session: “Diversity in Aviation and Space Medicine“.
Mittwoch, 27. April 10:30 bis 12:00 Uhr
Chairs: Prof. Dr. Jochen Hinkelbein und PD Dr. Carla Ledderhos

V. Harsch
Ejection deat development in Germany while WWII.

H. Maier, N. Wardenga and R.G. Matschke
Speech intelligibility in noise: What is understood and how can it be tested?

B.W. Johannes, A.W. Gaillard, S.V. Bronnikov, Y.A. Bubeev, T.I. Kotrovskaya and J. Rittweger
Extended psychophysiological assessment during a simulated spacecraft docking experiment.

O. Ullrich and C.S. Thiel
Oxidative defense in mammalian macrophages – the International Space Station experiment Triple Lux A.

Deutschsprachiges Panel der AsMA

Thema der deutschsprachigen Session „Clinical case presentations: How to decide according to the Guidelines
Mittwoch, 27. April von 16:00 – 17:30 Uhr
Chairs: Dr. Jörg Siedenburg und Dr. Claudia Stern

F.H. Hauer
Atrial Fibrillation – A challenge - Therapeutic options and special issuance – focusing on rhythm control and stroke prevention.

J Siedenburg
Cardiac arrest in an athletic pilot of 39 years.

L. Reichert
Manual medicine and diagnostics in aviation and space medicine: The head joints in Focus.

M. Knops
Problem statement: intensive care treatment of polytraumatic patient transported with a pressurized two-engine aircraft: A case report.

C. Felten, J.F. Hedtmann, G. Hammer, H.Zeeb and M. Blettner
Implications of ionizing radiation on flight crews – an update on the German Mortality-Study.

asma 2016 Bild3 klWeitere Highlights der Tagung waren die Veranstaltung der Airlines Medical Directors Association (AMDA), die sich den gesamten Sonnabend mit dem Thema „Learning from the Germanwings Tragedy“ beschäftigte und diesen Flugunfall von Experten der verschiedensten Gebiete aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachten ließ, aber auch die 51. Harry G. Armstrong Lecture von Arnaud Desjardin. Als stellvertretender Leiter der Untersuchungsabteilung des französischen BEA war er einer der Keynote Speaker dieser Konferenz und hat das Auditorium mit seinem Vortrag über „The Germanwings investigation - challenges and outcomes“ in seinen Bann gezogen. Die im Abschlussbericht der BEA gemachten Vorschläge zur besseren Identifizierung von psychisch belasteten Piloten, zur Abwägung von ärztlicher Schweigepflicht und öffentlicher Sicherheit sowie zur Entwicklung von Richtlinien, die es Piloten unter ärztlicher Aufsicht ermöglichen sollen, Antidepressiva zu nehmen, ohne die Flugtauglichkeit zu verlieren aber auch die empfohlenen Nachuntersuchungen für Piloten mit bekannten psychologischen Vorerkrankungen durch speziell ausgebildete Sachverständige bieten genügend Stoff, um in Flugmedizinerkreisen noch über lange Zeit ausführlich diskutiert zu werden.

asma 2016 Bild4 klAuch die beiden anderen Plenarredner der Tagung haben dem Publikum mit ihren Ausführungen genügend Stoff zum Nachdenken geliefert. Die 62. Louis H. Bauer Lecture wurde von Generalleutnant a.D. Douglas Robb gehalten, der insbesondere durch seine besondere Dynamik während seines Vortrages zum Thema „Aerospace Medicine: Adapt or perish“ beeindruckte und dabei sehr interessante Anleihen bei Darwin aufgenommen hat.

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Die 3. Reinartz Lecture, die von Frank K. Butler gehalten wurde, widmete sich einer nah am Einsatzgeschehen orientierten Thematik. Sein Vortrag „The top ten lifesaving advances in Aeromedical Evacuation from 14 years of conflict“ zeichnete sehr eindrucksvoll den Lernprozess mit all seinen Fortschritten und Irrtümern auf dem gegangenen Weg auf.

Der Raum, in dem die Sitzung der European Society of Aerospace Medicine (ESAM) am Mittwochmittag stattfand, war auch in diesem Jahr wieder gut gefüllt, und dies ganz sicher nicht nur weil es dort kleine Süßigkeiten aus den verschiedensten Teilen Europas gab, sondern weil der Vorstand der ESAM es erneut verstanden hatte, unter dem Titel „A brave new sky“ allgemeininteressierende Themen der Flugmedizin aufzugreifen und mit dem Publikum zu erörtern. Die nächste, die 88. AsMA-Tagung wird vom 29. April bis zum 04. Mai 2017 im Sheraton Denver Downtown Hotel in Denver, Colorado stattfinden. Die Deadline für die Einreichung der Beiträge ist wiederum der 31. Oktober dieses Jahres. Schon jetzt möchte ich Sie bitten, sich diese Daten vorzumerken und sich Gedanken über evtl. Beiträge für die beiden „Deutschen Sessions“ zu machen.

Bilder:
Bild 2: Blick ins Auditorium bei der deutschsprachigen "Deutschen Session", Quelle: J. Hinkelbein
Bild 3: Arnaud Desjardin vom BEA bei seinem Vortrag
Bild 4: Douglas Robb während seiner Louis H. Bauer Lecture
Bild 5: Reinartz Lecturer Frank K. Butler

 

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