AG Orthopädie in der Flugmedizin

Zielstellung

Die Arbeitsgruppe Orthopädie in der Flugmedizin wurde initial mit dem Fokus der Initiierung und Entwicklung präventiver Massnahmen bezüglich Rückenbeschwerden beim fliegenden Personal gegründet. Hier konnten bereits einige Erkenntnisse gewonnen und durch den internationalen Abgleich der Tauglichkeitskriterien für Pilotenanwärter umgesetzt werden.

Aktuell stehen vornehmlich die zunehmenden Belastungen der Militärpiloten durch die Weiterentwicklung und Beschaffung von neuen Kampfjets mit veränderten Belastungsprofilen, wie erhöhte G-Kräfte, und veränderten ergonomischen Bedingungen sowie deren kurz- und langfristigen Auswirkungen auf das muskuloskelettale System im Fokus. Dies betrifft zum einen Fragen der Selektion – muss diese unter den veränderten Belastungsprofilen anders gestaltet werden, müssen neue Faktoren Eingang in den Entscheidungsprozess finden etc? Hier bedarf es weiterer internationaler Abstimmungen und die Forcierung einheitlicher Deklarationen. Auch die möglichen langfristigen Folgen der veränderten Belastungssituation sollten Eingang in die Betreuung der Militärpiloten finden mit Frage nach möglichen Verlaufsscreeninginstrumenten, aber auch angepasste Präventions- und Trainingsmassnahmen. 

Zudem wird die zukünftige Gestaltung bemannter Raumfahrten (Mond-, Marsmissionen) mit den Herausforderungen der Anpassung des muskuloskelettalen Systems an Mikrogravitation, prolongierte Immobilisation sowie extreme Belastungsszenarien resp. Umgebungsbedingungen an Relevanz gewinnen. Die Entwicklung neuer diagnostischer Verfahren, präventiver Trainingsmethoden sowie biotechnologischer Therapien wird zunehmend essentiell sein, um die Funktionsfähigkeit des Bewegungsapparates unter extraterrestrischen Bedingungen langfristig zu erhalten und nach der Rückkehr zur Erdgravitation Komplikationen zu minimieren. Hier bedarf es weiterer Forschungsbemühungen zum vertieften Verständnis der Prozesse sowie die Ableitung von Präventionsmassnahmen und - programmen.

Aber auch akute Traumata können im Raumfahrtkontext unter isolierten Bedingungen auftreten – auch hierfür bedarf es entsprechender Konzepte, wie z. B. die Entwicklung spezieller minimal-invasiver Instrumente mit geringem Platz- und Energiebedarf sowie mögliche KI-gestützte Entscheidungsassistenz etc.

Somit werden sich dieThemengebiete der Arbeitsgruppe Orthopädie in der Flugmedizin stetig erweitern, da die Luft- und Raumfahrtmedizin sich zunehmend mit orthopädisch relevanten Herausforderungen auseinandersetzen muss.

Die Arbeitsgruppe Orthopädie in der Flugmedizin möchte sich zudem zunehmend in Rahmen nationaler und internationaler Zusammenarbeiten engagieren und vernetzen.

Haben Sie Interesse an einer Mitarbeit in unserer Arbeitsgruppe Orthopädie? Die Arbeitsgruppe steht allen Interessierten offen – Kontaktieren Sie uns per E-Mail. Wir freuen uns auf Ihre Ideen, Impulse sowie die Zusammenarbeit.

Arbeitsgruppe


 

Orthopädie in der Flugmedizin


Leitung:
Dr. med. Dipl. Psych. Katinka Wetzel

Stellvertretung:
Oberstleutnant Dr. med. Denis Bron

 

Anschrift

DGLRM e.V., Charlotte Hieber, Postfach 100216, 07702 Jena

geschaeftsstelle[at]dglrm.de

 

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